Plugs und Spielzeuge

Bei allen länglichen Gerätschaften sollte darauf geachtet werden, daß sie nicht im Darm verschwinden können. Sie müssen daher am äusseren Ende eine deutliche Verdickung haben, was zumindest bei Plugs in der Regel der Fall ist. Ist man nicht so ganz sicher, ob der eigene Hintern das Spielzeug nicht doch aufsaugt, dann sollte man sich gut überlegen, ob man wirklich damit spielen will - wenn ja, dann sollte man eine (reissfeste!) Schnur so daran befestigen, daß man eine Rückholmöglichkeit hat. Allerdings sorgt diese Methode nur dann für mehr Sicherheit, wenn die Schnur auch unter Zug ganz sicher nicht abrutschen kann, denn sonst hat man nur ein Schnurende in der Hand und nichts gewonnen.

Plug kann man im deutschen mit "Stöpsel" übersetzen. Er hat häufig eine konische Form, einen dünnen "Hals" und eine breitere Basis. Eingeführt schließt sich der Anus um den "Hals" und der Plug sitzt fest auf Position. Plugs werden in diversen Größen und Formen angeboten.

Ein Dildo ist ganz allgemein eine Penisnachbildung, egal ob lebensecht oder nur "länglich rund". Für Analspiele sind die baumdicken insbesondere am Anfang weniger zu empfehlen. Auch übermäßig lebensechte Vertreter mit dicken Adern bereiten weniger Freude als glatte.

Vibratoren gibt es heutzutage in den unterschiedlichsten Varianten, die nur eine elektrische Vorrichtung zur Stimulation gemeinsam haben.

Strap On

Strap On (Feeldoe).

Strap-On-Dildos sind an einem Gürtel befestigt, so daß Frau (oder Mann) wie mit einem angewachsenen Organ vögeln kann. Reizvoll daran sind die unbedingte Standhaftigkeit, sowie in der Natur nicht vorkommende Größen und Formen der angeflanschten Dildos. Strap-Ons gibt es in vier Varianten:

  • einmal am Gürtel "festgewachsen", wodurch er einen sehr festem Halt gewinnt, aber nicht ausgetauscht werden kann, oder
  • der Dildo wird durch einen Cockring am Gürtel gefädelt. Hier muß der Dildo eine breite Basis haben, damit er nicht durch den Cockring nach vorne rausrutscht.
  • In lesbischen Kreisen entstanden ist der am Oberschenkel befestigte Dildo. Wer sich beim Rammeln schon mal abgemüht hat, weiß warum...
  • Der Feeldoe ist ein Strap-On ohne Befestigung. Der obere Gnubbel wird in der Vagina festgehalten, die zusammengedrückten Beine halten den "Hodensack", wodurch er relativ große Standfestigkeit bekommt. Für Leute, die von den normalen Befestigungen abgeschreckt werden.
Butt Plug

Butt Plug.

Bei Strap-Ons hat man möglicherweise nicht das gleiche Gefühl für Kraft, Widerstand und Eindringtiefe. Viel Gleitmittel und vornehme Zurückhaltung ist deshalb ratsam, bevor man jemandem den Arsch aufreisst.

Bei den Dildos sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Sie müssen absolut glatt sein, dürfen keine Nähte oder rauhe Flächen aufweisen, weil dies Kratzer oder Aufschürfungen hervorrufen kann. Die Materialauswahl ist breit, sie reicht von gedrehtem Metall über massives (!) Glas und Holz zu billigem Plastik und weiter zu "Jelly", einem glibberigen Latexgemisch, Latex und Silikongummi. Holz ist aufgrund seiner offenen Poren hygienisch fragwürdig, Latex und Jelly relativ allergen, Metall und Silikongummi relativ teuer aber angenehm zu tragen.

Im Sexshop kann man sich die Dildos in Ruhe ansehen und oft auch anfühlen. Sexshops für Schwule und für Frauen haben oft die größere Auswahl, kompetenteres Personal und die besseren Ausführungen. Beim Versandhandel sollte darauf geachtet werden, daß das Produkt bei mangelhafter Qualität zuruückgegeben werden kann - natürlich nicht nach dem ersten Einsatz.

Ein Kondom über einen Dildo zu ziehen ist Geschmackssache.
Passt das Kondom nicht richtig, erhöht sich die Reibung, was sehr unangenehm sein kann. Eine Lage Gleitmittel unter dem Kondom und eine auf dem Kondom vermindern die Reibung.
Viele Kondome sind beschichtet oder sogar mit Aroma versehen. Diese Stoffe können zu Brennen im Darmes führen. Spielzeuge, die in mehreren Partnern verwendet werden, sollten unbedingt mit einem Kondom überzogen werden, auch eine gründliche Reinigung kann das nicht ersetzen.

Vorsicht bei einer Latexallergie! In diesem Fall sollten unbedingt latexfreie Kondome verwendet werden. Zu Latexallergieen siehe auch den Abschnitt über Probleme.

Geisha (Qi Gong) Kugeln: Metallkugeln, meist mit einem Glockenspiel in der Mitte. Man kann sie jemandem in den Hintern stecken ohne Sorgen haben zu müssen, daß sie nicht mehr zum Vorschein kommen. Für den Passiven ist das Bewusstsein, die Kugeln zu tragen wie auch (je nach Größe) das Gefühl, gefüllt zu sein, erregend.
Wenn man mit Kugeln spielt, dann sollte man sie bald nach dem Spiel wieder rauspressen, denn wenn man es vergisst landen sie in der Toilette, was laut und unangenehm ist.

Monsterdildos: Es gibt Riesendildos mit Durchmessern von 10cm und mehr, die nicht nur als Poller im Straßenverkehr eingesetzt werden, sondern auch für Analspiele. Für sie gilt im Grunde das Gleiche wie für beidhändiges Fisting: Kann man machen, erfordert aber viel Übung und birgt ein gewisses Risiko, den Schließmuskel dauerhaft zu schädigen.
Der Reiz dieser Geräte liegt nicht zuletzt im Anblick - die Herausforderung ist unmittelbar einleuchtend.

Spekula: Diese mechanischen Aufsperrer sind Frauen vom Gynäkologen bekannt, es gibt sie aber auch in einer leicht anderen Ausführung für den Hintern. Sie erinnern entfernt an einen Vogelschnabel und dienen dazu, den Schließmuskel zu öffnen, damit man mit Fingern oder Instrumenten leichten Zugang hat.
Das möglichst angewärmte Spekulum wird mit Gleitmittel eingeschmiert und dem Passiven vorsichtig in den Hintern geschoben. Dann kann es durch Druck auf die beiden Griffe gespreitzt und arretiert werden. Der Passive kann dadurch seinen Schließmuskel nicht mehr zusammen kneifen. Beim Lösen des Spekulums sollte drauf geachtet werden, daß sich keine Schleimhaut zwischen den Backen einklemmt.

Was nicht geht...

... beziehungsweise so erhebliche Risiken birgt, daß man es sich sehr gut überlegen sollte.

Im Darm (wie in der Vagina) gibt es keine Nerven für Temperatur. Wird etwas zu heißes hineingesteckt, dann merkt man das viel zu spät und es kommt zu Verbrennungen. Bei einem zu kaltem Einlauf kann es zu unerfreulich schmerzhaften Darmkrämpfen kommen.

Glasgegenstände in Vagina/Harnröhre oder Anus zerbrechen häufig - sogar dem Chirurgen. Die Splitter zerschlitzen das Gewebe sofort - ein Krankenhausaufenthalt ist die Folge.
Plugs und Dildos aus massivem Glas zerbrechen hingegen im Körper nicht, dazu sind sie zu massiv. Allerdings sollten sie ausserhalb des Körpers mit großer Vorsicht gehandhabt werden, denn eine abgestoßene Ecke produziert gefährlich scharfe Kanten wegen der der Dildo dann aus dem Verkehr gezogen werden muss.

Tampons saugen Feuchtigkeit auf und können dadurch an der Darmschleimhaut ankleben, was beim Herausziehen zu Verletzungen führen kann. (Die Vaginalschleimhaut produziert mehr Feuchtigkeit, deshalb passsiert es dort nicht.)

Offene Flaschen können sich durch die Pumpbewegungen am Darm festsaugen und müssen dann operativ entfernt werden. Eigene Entfernungsversuche schaden hier mehr als daß sie nützen. Sie haben im Darm daher nichts zu suchen.

Gurken und andere Lebensmittel: Bei geschälten Salatgurken besteht die Gefahr, dass sie vom Schließmuskel abgebrochen werden. Dann hat man ein Problem, sie wieder raus zubekommen.

1 Kommentar 16.4.08 12:05, kommentieren

Fisting Faustfick Anleitung

Hier eine kleine Fisting- bzw. Faustfick-Anleitung:

http://www.doktorspiel.net/lexikon/faustfick.html

1 Kommentar 8.4.08 14:59, kommentieren

Ich will Dich spüren!

Beim Fisting will ich den besonderen Kick. Ich will meinen Sexpartner besonders intensiv in mir spüren.
Für Fortgeschrittene kann auch das Einführen beider Hände sehr stimulierend sein. Dabei kann man entweder die Handrücken aneinander legen oder die beiden Hände übereinander legen, s.d. mit den Knöcheln der oberen Hand beim Vaginalfisting mein G-Punkt stimuliert wird. Auch eine Doppelpenetration mit jeweils einer Faust in Anus und Vagina kann Spaß machen. Für ganz Mutige eignet sich auch das Gaping, bei dem die Handrücken der beiden eingeführten Hände ebenfalls aneinander liegen, um dann ein vorsichtiges Auseinanderziehen zu ermöglichen, was besonders tiefe Einblicke gewährt.
Aber nur, wenn man sich vertraut, kann Fisting zu einem erregenden und besonders intensiven Erlebnis werden. Ich achte immer darauf, dass genug Gleitgel verwendet wird. Hygiene ist generell sehr wichtig, die Hände und Fingernägel sollten immer sauber sein, ansonsten Gummi-Handschuhe verwenden. Beim Arsch-Fisting nie die ganze Hand ohne ein behutsames Vordehnen einführen, denn sonst kann das sehr schmerzhaft werden.

Hier ein paar Erfahrungsberichte:
http://www.erospa-shop.de/blog/2007/10/16/fisten-der-griff-nach-der-lust/

1 Kommentar 25.3.08 18:27, kommentieren

Fisting is my pleasure!

Ich liebe es, gefistet zu werden oder mich selbst zu fisten! Deshalb jetzt mein Blog. Ich suche Gleichgesinnte! Mein Schatz hat mich vor einiger Zeit verlassen und seitdem fühle ich mich unausgefüllt...
Also ich habe bisher nur normales Fisting gemacht, an Anal-Fisting habe ich mich noch nicht so richtig rangetraut. Ich hoffe, hier finden sich bald viele Leser ein und ich kann auf diese Weise ein paar Tipps bekommen.
Wenn ich mich selbst fiste, dann aber nur mit einer Hand oder mit meiner "Fist of Adonis" (die ist ein wenig größer).

Wie gesagt, hoffe auf diese Weise möglichst viele Fisting-Freunde zu finden.

1 Kommentar 20.3.08 12:27, kommentieren